Read Vansittart. Britische Debatten über Deutsche und Nazis 1902-1945 (Moderne Zeit) by Jörg Später Online

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Lord Vansittart war der Stichwortgeber antideutscher Ressentiments in England w hrend des zweiten Weltkriegs Sind die Deutschen alle Nazis Das war eine der wichtigsten Fragen, welche die ffentlichkeit in Gro britannien w hrend des Zweiten Weltkrieges bewegte und spaltete Ausgel st hatte sie der ehemalige Chefdiplomat des Foreign Office, Lord Robert Vansittart In seiner eine halbe Million Mal verkauften Brosch re Black Record hatte er das Bild eines von Neid, Selbstmitleid und Grausamkeit gekennzeichneten kriegerischen deutschen Volkes gemalt und den w tenden Protest vornehmlich liberaler und linker Intellektueller, aber auch des deutschen sozialistischen Exils in London geerntet Der Autor beschreibt die konflikthafte Aneignung der deutschen Geschichte in Gro britannien w hrend der ersten H lfte des 20 Jahrhunderts, die im Streit um Vansittart m ndete Er rekonstruiert dar ber hinaus die erbittert gef hrten Auseinandersetzungen um das deutsche Problem im Londoner Exil der Sozialdemokratie, wo eine Gruppe von Sympathisanten Vansittarts vergeblich einen neuen moralischen, geistigen und politischen Standort f r die SPD einforderte Im Zentrum der Darstellung aber steht jenes britische Pendant Morgenthaus, dessen Name als Metapher f r einen antideutschen Rassismus in deutsche Geschichtsb cher eingegangen ist Vansittart....

Title : Vansittart. Britische Debatten über Deutsche und Nazis 1902-1945 (Moderne Zeit)
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ISBN : 389244692X
ISBN13 : 978-3892446927
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Wallstein Verlag Auflage 1 Aufl 2003
Number of Pages : 501 Pages
File Size : 572 KB
Status : Available For Download
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Vansittart. Britische Debatten über Deutsche und Nazis 1902-1945 (Moderne Zeit) Reviews

  • Ingo Bading
    2019-03-17 11:06

    Das Resümee dieses Buches lautet: "Im Falle Vansittarts handelte die Unvernunft im Sinne der Vernunft." (S. 447)Jörg Später versucht also in gewisser Weise die "Rehabilitierung" einer bis heute von fast allen politischen Richtungen und Historikern vieler Nationen, besonders auch der britischen, schwer verurteilten politischen Ideologie. (Dazu siehe hier: [...] )Jörg Später führt in seiner Einleitung (S. 7 - 18) viele Zeugnisse für solche Verurteilungen auf, die ganze breite Front der ablehnenden Stimmen von Politikern wie Willy Brandt über Historiker wie Hans Rothfels, Dietrich Aigner oder Caspar Schrenck-Notzing, sowie unzählige deutsche Emigranten aller politischer Richtungen und auch zahlreiche britische Historiker. (Übrigens wäre in dieser Reihe auch der damals als Emigrant in England lebende Maler Oskar Kokoschka einzuordnen, der sich in die damalige öffentliche Debatte in Großbritannien einzumischen versuchte.)Der Fehlschluß, den Jörg Später begeht, ist folgender: Er macht sich nicht klar, WELCHE Kriegsziele infolge des weit verbreiteten Vansittartismus von seiten einer "demokratischen" Öffentlichkeit kritiklos hingenommen wurden. Diese Kriegsziele und die Methoden zu ihrer Herbeiführung (z.B. Bombardierung der Zivilbevölkerung) waren es aber erst wohl - letztlich -, deren Verwirklichung der Vansittartismus und die Propaganda für ihn ermöglichen sollten. Diese Kriegsziele waren spätestens seit 1941 (also VOR Bekanntwerden von Ausschwitz): Vertreibung der Deutschen bis zur Oder durch Bolschewisierung Osteuropas bis zur Elbe, also das bewußte Benutzen stalinistischer Methoden zur Durchsetzung der eigenen Ziele.Wenn also auch die "Absicht" des Buches zurückgewiesen muß, so muß doch das breite benutzte Quellenmaterial und die Aufarbeitung eines umfangreichen Stoffes als sinnvoll anerkannt werden.