Read Versöhnung und Groll: Roman by Einar Kárason Online

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Eine der kriegerischsten Zeiten IslandsIsland, Mitte des 13 Jahrhunderts, in einer der kriegerischsten Zeiten, die das Land je erlebt hat Der heimt ckische Mord an Snorri Sturlusson, dem ber hmten Politiker und Dichter, Autor der Edda und der Egils Saga, hat b rgerkriegs hnliche Zust nde entfacht Brutale Gewalt und zerst rerische Machtk mpfe bestimmen das Bild, zwei verfeindete Familienclans stehen sich unvers hnlich gegen ber Island ist nunmehr gespalten, wird von der norwegischen Krone regiert Da reicht einer der vormaligen Kriegstreiber, Gissur Thorvaldsson, dem Clan der Sturlungen die Hand zum Frieden Eine Heirat zwischen den beiden Parteien soll den Pakt besiegeln, soll dem Land die Einheit geben und der Bev lkerung bessere Lebensbedingungen verschaffen Aber nicht alle, die zur Hochzeit kommen, sind einverstanden mit diesem Plan Ausgezeichnet mit dem Isl ndischen Literaturpreis....

Title : Versöhnung und Groll: Roman
Author :
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ISBN : 3442752523
ISBN13 : 978-3442752522
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : btb Verlag 21 Februar 2011
Number of Pages : 169 Pages
File Size : 789 KB
Status : Available For Download
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Versöhnung und Groll: Roman Reviews

  • MimisLeseecke
    2019-08-27 18:54

    "Versöhnung und Groll" von Einar Karason erschien 2008 im btb Verlag. Das Original erschien 2008 unter dem Titel "Ofsi" in Reykjavik.InhaltIsland: 15 Jahre nach der großen Schlacht von Örlygsstadir (1283) kehrt Gissur von Norwegen und König Hakon heim nach Island. Gissur möchte nun Frieden und verheiratet einen seiner Söhne (Hallur) mit Ingibjörg, Tochter von Sturla und Helga. Fast alle sind bereit für Frieden. Doch Eyjolfurs Frau Thuridur stachelt ihren Mann auf. Und die Hochzeit endet in einem Flammenmeer.MeinungIch finde es großartig, wie Karason dieses Thema in einem Roman aufbereitet. Ich finde es schön, das man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erfährt.CharaktereBesonders eindrucksvoll sind Eyjolfur und seine Frau. Bei Eyjolfur wird deutlich, das er psychisch auffällig ist und bei seiner Frau, dass sie überfordert ist mit ihm. War ihr bewusst, was sie mit ihrer einen dahingeworfenen Aussage auslösen wird?Hrafn ist jemand, der in meinen Augen einfach nur feige war, er hätte das Schlimmste verhindern können mit seinem Wissen.Gissur gefällt mir zwar, ich finde ihn jedoch etwas hinterhältig, da er Eyjolfur vertrieben hat. Dieser hat zwar ein gewilligt, ändert ja aber nichts daran, das er von seinem Grundstück vertrieben wurde.Bezug zur GeschichteDie entsprechenden Sagas kenne ich nicht und würde ich auch nie lesen. Daher bin ich auch dem Autoren zutiefst dankbar, das er den Inhalt dieser Sagas aufbereitet hat.FazitInteressantes Buch über die isländisch- norwegische Vergangenheit.

  • Boulangère
    2019-09-19 19:55

    Auch auf die Gefahr hin, mir den Vorwurf völligen literarischen Unverständnisses zuzuziehen: ich finde Stil und Methode Kárasons nicht überzeugend. Es wird eine Geschichte erzählt wie man es aus Reality-Soaps diverser Privatsender kennt: Ein mäßig intelligenter 08/15-Typ sitzt vor einer Kamera und erklärt seine Sicht der Geschehnisse, danach kommt die nächste coole Sau und kommentiert die Sachlage aus ihrer Sicht usw. usf. Nur dass in diesem Buch die Sequenzen fehlen, in der das Geschehen neutral geschildert wird, hier gibt es nur persönliche Kommentare: vom Großadeligen bis zur Bauernmagd. Die Einblicke in die Geisteswelt mancher Vollidioten ist ja ganz nett, aber auf diese Art kommt keine Spannung auf: man ist immer passiver Zuhörer, denn der aktive Teilnehmer erzählt die Geschichte immer im Nachhinein, ganz wie im TV-Format. Erst passiert das Erzählenswerte und als Leser bekommt man nur danach berichtet, was denn nun passiert ist und das nicht auf packendem Thrillerniveau, sondern so wie mir meine Nachbarin ihr Tageshighlight erzählt. Keiner der Erzähler kann spannend berichten. Vielleicht gefällt manchen hier der bereits angesprochene, psychologisierende Einblick in die Gedankenwelt einer damaligen Magd oder eines damaligen Machtmenschen, aber in Reinkultur, ohne Abwechslung, immer nur ein Monolog (ohne auch nur einen richtigen Dialog im ganzen Buch!) war es mir zu fade.Fazit: Wenn jemand einmal einen ganz neuen Stil ausprobieren möchte, liegt er damit sicherlich nicht ganz falsch und es ist auch ein recht dünnes Buch, man kann sich in wenigen Tagen durcharbeiten. Aber wenn jemand eine schöne Wikingergeschichte oder Island-Saga lesen will, empfehle ich diesen Kárason nicht.

  • letusreadsomebooks
    2019-08-29 14:19

    Island im 13. Jahrhundert ist von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt, die kein Ende finden wollen. Der Mord an Snorri Sturlursson, dem Politiker und Dichter, Autor der Edda und Egils-Saga, hat für bürgerkriegsähnliche Verhältnisse gesorgt. Die Machtkämpfe zweier verfeindeter Familienclans haben zur Spaltung geführt. Nach dem Eingreifen des norwegischen Königs will Gissur Porvaldsson, einer der Anführer, seinen Feinden, dem Clan der Sturlungen, die Hand zu Frieden reichen. Durch eine Heirat soll der Frieden besiegelt werden, doch nicht alle sind von der Idee überzeugt.Für seinen historischen Roman Versöhnung und Groll geht der isländische Autor zurück in die sogenannte Sturlungen-Zeit. Die Geschehnisse dieser Zeit wurden in der Sturlungen-Saga festgehalten und die Autoren waren selber Zeugen der heftigen Auseinandersetzungen dieser Epoche. Die Ausgangslage zu Beginn des Romans ist einfach und klar: auf der einen Seite Gissur, der Anführer seines Clans und auf der anderen Seite die Sturlungen, die sich ohne Rücksicht bekriegen und jeden Racheakt mit erneuter Rache beantworten. Die Form, die der Autor Einar Kárason für seinen historischen Roman wählt, ist eher ungewöhnlich. Das recht kurze Buch (190 Seiten) besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die aus der Sicht der beteiligten Personen geschildert werden. Diese Darstellungen haben mich an Tagebucheinträge erinnert. Dabei hält der Autor sich nicht lange mit Beschreibungen auf, sondern taucht direkt in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren ein, wodurch sich bei mir das Gefühl einer Unmittelbarkeit der Handlung eingestellt hat. Was ich sehr reizvoll finde, ist, dass die Charakterisierung der Protagonisten immer durch die Perspektive eines anderen Charakters erfolgt. Neben Gissur kommen verschiedene führende Mitglieder der Sturlungen-Familie zu Wort, sowie weitere Angehörige, Mägde, Bauern und einfache Krieger. Diese vielen Perspektiven sorgen dafür, dass der Leser häufig mehr weiß als die Figuren, was gerade das Ende sehr spannend macht. Das Denken der meisten Personen schwankt zwischen der Sehnsucht nach Frieden und dem immer weiter währenden Wunsch nach Rache.Die tragischste Figur ist Eyjólfur. Er ist verheiratet mit einer der Töchter des ermordeten Snorri und kämpft sein Leben lang um Anerkennung. Doch die wird ihm von seiner Frau und den anderen Männern immer verwehrt. In Alpträumen wird er von abgeschlagenen Köpfen und Hunden verfolgt, versinkt in Schwermut und versteckt sich tagelang im Bett. Doch eigentlich will er ein Held sein und allen zeigen wie tapfer und stark er eigentlich ist – vor allem seiner Frau, die ihn beständig beschimpft und verlacht. So ist bereits nach wenigen Seiten die Katastrophe abzusehen, aber traut man sie als Leser wirklich einem so wankelmütigen und schwachen Charakter wie Eyjólfur zu?Was mir beim Lesen sehr geholfen hat, sind die Briefe, die der norwegische Bischof Holar an seinen König in Norwegen schickt. Die vielen nordischen Namen waren am Anfang doch recht verwirrend. Die Briefe erklären zum Glück sehr einfach, wer gegen wen warum kämpft und wer welche Interessen verfolgt. Zudem sind die Briefe stilistisch anders gestaltet als die Gedankenwelt der Isländer, was mir gut gefallen hat. Grundsätzlich ist der Stil einfach und klar gehalten, dabei aber sehr präzise, weswegen zumeist wenige Sätze ausreichen, um das Innere einer Figur zum Leben zu erwecken. Gelegentlich sind mir allerdings Wörter aufgefallen, die mir zu modern klangen, wie etwa „Lachnummer“. Ob das nur ein Problem der Übersetzung ist, kann ich nicht beurteilen. Die Suche nach einem klaren Protagonisten und seinem Antagonisten ist vergebens, denn sehr schnell wird deutlich, dass es hier kein gut oder böse gibt, sondern viele Schattierungen und jeweils ganz eigene Interessen und Sichtweisen der Figuren. Das Bild, das so von Island der Sturlungen-Zeit entsteht, ist vor allem durch Härte geprägt und dem Zwiespalt zwischen der Hoffnung auf Frieden und Einigkeit, aber auch von dem fortdauernden Wunsch nach Rache und Macht.Was mit historischen Romanen möglich ist, zeigt Einár Karason mit seinem Buch Versöhnung und Groll eindrücklich. Durch einfache Mittel, wie etwa der Multiperspektivität und einem gekonnten dramaturgischen Bogen, setzt der Autor die zeitlosen Themen Rache, Sühne und Schuld gekonnt Szene. Obwohl der Roman (leider) nur 190 Seiten umfasst, kann sich der Autor deutlich von der Masse an historischen Romanen absetzen.Für Versöhnung und Groll erhielt Einar Karáson 2008 den isländischen Literaturpreis.